Pressestimmen

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Fürther Nachrichten über die Ausstellung in der Foerstermühle in Fürth zeitung

Die Fränkische Landeszeitung über die Ausstellung Monster auf Schloss Virnsberg: flz_10_09_2007.pdf

Kurzinterview in den Fürther Nachrichten am 20.07.2007: Fürther Nachrichten 20.07.07

 

(FN 21.05.2003)


Monster-Mania jetzt in Neon
Patrick Preller zeigt in der Fotura Galerie die ganze Welt seiner fantasievollen Wesen
Acht Jahre alt sind sie mittlerweile, die Monster des Patrick Preller, doch sie wirken immer noch taufrisch und poppiger denn je.
Ist, zeigt sich in der neuen Mega-Monster-Ausstellung in der Fotura Galerie: Hier wuseln seine in ihrer ganz eigenen Formensprache entwickelten Geschöpfe nicht nur in allen erdenklichen Formen, sondern auch Farben und – brandneu – sogar in leuchtendem Neon. Es präsentiert sich die ganze witzige Monster-Welt in sprühendster Fantasie.
Erinnerten die Monster bisher eher an Einzeller, so wachsen ihnen neuerdings gleich mehrere Gliedmaßen und Köpfe, so dass es vor lauter schwarz-weißen Kulleraugen nur so wimmelt. So bei dem Stahl-Objekt „Meine Welt“, das an den Stammbaum einer ganzen Monster-Generation erinnert. Noch weiter vorangetrieben ist der Gedanke in den „Flying Eyes II“. Hier lösen sich die Augen ganz vom Körper, was allerdings nur möglich ist, weil Patrick Preller hier ganz auf sein Material Stahl verzichtet und die Monster jetzt mit Farbe auf die Leinwand bannt.
Überhaupt erhält die Farbe großes Gewicht: als monochromer, kräftig orangeroter oder giftgrüner Hintergrund für scheinbar davor schweben Stahl-Monster. Aber nicht nur im Großformat behandelt Preller die Monster von der malerischen Seite – auch im Kleinstformat auf Sammeltellern lässt er seine Kreaturen posieren: vor der Golden Gate Bridge, in der Wüste von Nevada oder im Gebirgspanorama mit Alphorn. Wie Preller selbst zugibt, pflegt er einen gewissen Hang zum Kitsch der sich schon in der Kunstkiosk-Ara gezeigt habe. Dies und die Suche nach neuen Bildträgern haben zur Idee geführt.
Bei den Neonmonstern konnte sich Patrick Preller einen lang gehegten Wunsch erfüllen. Schon immer angetan vom Neonleuchten à la Las Vegas, kommt diese Technik jetzt auch an Stelle von Stahl zum Einsatz. Die Monster bekommen jetzt buchstäblich noch mehr Ausstrahlung.
Nicht nur ins Farbige, auch ins Dreidimensionale wechselt der Monster-Macher in jüngster Zeit gerne. So bei dem abstrakten Monsterobjekt, das sich in verschiedene Ebenen aufspaltet. 3D-Effekt auch bei einer ganz neuen Sparte, der Cheap-Art. Man nehme ein kleinformatiges Stahlmonster und packe es in einen schlichten braunen Pappkarton mit Ausschnitt im Deckel und buntem Hintergrund – fertig ist das Monster zum Mitnehmen.
Nach Skulpturenweg, Monster-Minigolf oder Weihnachtsmonster hat der Künstler ein neues Projekt im Kopf: Möbel nämlich. Ganz einladend vor der Galerie postiert, warten eine himmelblaue und eine verzinkte Bank, natürlich im Monsterdesign, auf neue Besitzer. Ein Monstermöbelhaus ist es, was Patrick Preller konzipiert, mit selbst gestalteten oder umgestalteten Möbelstücken.
MARION REINHARDT
„Monster“ von Patrick Preller‘ zu sehen in der Fotura Galerie, Fürth, Fichtenstraße 61, bis 2. Juli. Der Künstler ist am Samstag von 10 bis 14 Uhr in der Galerie.


(FN 21.10.2002)


Wabbelnde Nikoläuse mit Tentakeln
In der neuen Ausstellung von Patrick Preller verwandeln Monster sich in Schneeflocken, Piloten oder Blumen
Halloween, das Fest des Grauens, naht, da bietet sich ein Besuch bei Monster-Magier Patrick Preller an. Wie günstig, dass er gerade jetzt eine neue Ausstellung im Monsteratelier in der Dieselstraße 18 anbietet. Nirgendwo sonst in Franken sind Monster fröhlicher, witziger, spritziger. Sie kommen als Schneeflocken, Nikoläuse, Blumen oder Tiere daher, sie sind Krankenschwestern, Piloten oder Gärtner. Sie tanzen auf Händen, Köpfen und Tentakeln, wabbeln durch die Gegend und verbreiten gute Laune. „Ich habe die Form der Monster wegen ihrer Vielseitigkeit und permanenten Gestaltwandlung gewählt. Ich kann sie in alles verwandeln, was mir in. den Sinn kommt, das wäre bei menschlichen Wesen nicht so einfach. Und doch sind sie belebt, ich gebe ihnen Augen und Nasen, das ist mir wichtig“, so der Künstler, der unterschiedliche Materialien verwendet. Manche seiner Geschöpfe kommen in 3 D per Computergrafik daher, viele sind aus Edelstahl gefertigt und mit dem Plasmaschneider herausgetrennt, andere aus Klebefolie ausgeschnitten. Sogar Bänke, bestehend aus Monstern, gibt es neuerdings, weil das die Kommunikation fördert. „Ich mag Bänke, weil man da immer zu mehreren drauf sitzt. Und die Monster liefern doch Gesprächsstoff“, freut sich Preller.
Da will einer die ganze Welt mit seinen Kreaturen besiedeln – und recht hat er, denn sie sind charmanter als manch ein menschlicher Zeitgenosse…
Minigolf und Kreaturen
Das Allerneueste in Sachen Prellerscher Monstrositäten aber sind Minigolfbahnen. Die Tierchen, die vor nichts zurückschrecken, laden zum Einlochen ein, wobei sie sich einem natürlich in den Weg stellen, andererseits aber auch die Bahn selber bilden. Kein Wunder, dass es auf der Vernissage besonders munter zuging und kräftig die Schläger geschwungen wurden. „Minigolf gefiel mir schon immer, ich bekomme aber so selten Gelegenheit zum Spielen. Da habe ich einfach beschlossen, ein Meines System für den Hausgebrauch zu entwickeln. Ich plane, es an Firmen oder für Events zu verleihen“, erläutert Patrick Preller.
Künstlerisch erschließt er gerade die Mehrteiligkeit, indem er die dritte Dimension ausbaut und nicht nur Gebilde aus einem Guss wie ein Denkmal in den Raum stellt, sondern verschiedene Schichten übereinander legt. Da weben sich Spiralen ineinander, da wird es schwer, zu sagen, ob man einen Geist oder mehrere vor sich hat und wie sich das Wesen fortbewegt. Die Augen werden mehr, die Arme und Beine weniger. Ob die räumlichere Arbeitsweise Preller im Endeffekt zu mobilen, losgelösten Dekoelementen führen wird, wie er sie schon für die Auftritte von Kinder-Star Geraldino produzierte, wird sich zeigen. Knuddelig liebenswert sind die Monster allesamt.
CLAUDIA SCHULLER


(FN, 10.07.02)


Malerische Expedition zur Unterwasser-Monsterwelt
Patrick Preller und Geraldino auf maritimem Künstlertrip~ Malbuch und CD entstanden im Rahmen eines Projektes mit dem Nautilus-Kindergarten
Ulli heißt das Seeungeheuer aus der Gattung der Salzwasser liebenden Monster. Am liebsten treibt er mit seinem alten Rettungsreifen auf dem Meer. Ulli ist ein Geschöpf Patrick Prellers, und ab sofort können kleine Buntstift-Enthusiasten dem Ulli zu. Leibe rücken. Wenn sie mögen, auch Furiella, dem bebrillten Sehpferdchen und allerlei kuriosen Schwimmgeschöpfen – in Prellers erstem Malbuch „Nautilus entdeckt die Welt unter Wasser“.
Der Akademie-Absolvent, der ein Jahr lang den putzigen Kunstkiosk an der Erlanger Straße betrieb und im Vorjahr mit seiner Monster-Skulptur den ersten Preis beim Skulpturenpfad der Vision Fürth ergatterte, hat das Buch dem Kindergarten Nautilus in der Jahnstraße sozusagen als Abschiedsgeschenk zu Füßen gelegt.
Ein halbes Jahr lang war Preller gemeinsam mit den Kindern im künstlerischen Einsatz, nachdem Kindergarten-Leiterin Anna Fuchs auf den Fürther aufmerksam geworden war. So entstanden Monster-Keramik-Formen, Monster-Malvorlagen, Monster, so weit das Auge blickt. Monster in allen Variationen sind nun einmal seine Spezialität; ein Malbuch aber „wollte ich schon immer einmal machen“, so Preller.
Groß war die Überraschung der Kleinen, als ihr Kunsterzieher auf Zeit zum guten Ende einen ihrer ganz großen Lieblinge mitbrachte: Liedermacher-Clown Geraldino nahm mit den Nautilus-Kindern vier flotte Lieder auf; sieben weitere maritime Hits hat er mit illustren Musikern wie Lizzy Aumeier, Yogo Pausch und Norbert Emminger eingespielt. Entstanden ist eine Geraldino-typische Gute-Laune-CD, die dem Nautilus-Malbuch beigelegt ist. Malen und Musik hören -keine schlechte Kombination. Preller denkt derweil an kommende Projekte. Geplant ist ein Malbuch vol1er urlaubender Monster, und im Herbst will der eigenwillige Künstler seine Werkstatt in der Dieselstraße zur Indoor-Minigolfbahn umfunktionieren, natürlich mit Monster-Deko.
„Nautilus entdeckt die Welt unter Wasser“ ist in einer Auflage von 200 Stück erschienen und ist zu kriegen beim Kindergarten Nautilus (Jahnstraße 8), bei Patrick Preller unter Telefon 9 79 86 22 sowie bei „Ludwigs schöne Dinge“ in der Schwabacher Straße. Preis für Buch und CD: 5,50 Euro. Kein „Land unter“ also für den Geldbeutel.
MATTHIAS BOLL


(Stadtzeitung Fürth, 3.10.01)

Beliebtes Monster gewählt
Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, erklärte Visions- Geschäftsführerin Tanja Ulmer (3. v. 11) bei der „Siegerehrung“ für die Kunstwerke des Skulpturenweges. Das Rennen machte schließlich mit 1372 Stimmen das Lieblingsmonster der Fürther, das von Patrick Preller stammt (3. v. re.). Mit Im Bild, City-Center-Sprecherin Britt Leonhardy (II.) und die Mitglieder der Jury, Polizeichef Wilfried Dietsch (2. v. li), der Leiter des Stadtplanungsamtes Christian Schöner (2. v. re3 und City-Center-Geschäftsführer Walter Gansbiller (re.)

Mit hauchdünnem Vorsprung hat sich das Monster von Patrick Preller gegen seine elf Konkurrenten durchgesetzt und ist von den Fürtherinnen und Fürthern zum Lieblingskunstwerk des Skulpturenwettbewerbs gewählt worden Zehn Monate lang standen die Werke zehn freischaffender Künstler in der Stadt: Zum Bestaunen, Anfassen Diskutieren und schließlich zum Auswählen.
Das kleine Monster legt nun den Grundstein für den „Weg der Visionen im Südstadtpark auf dem Gelände der ehemaligen O’Darby-Kaseme. Im Oktober beginnt das Procedere von vorne. Dann werden wieder neue Kunstwerke für zehn Monate das Stadtbild beleben und ein Gewinner gewählt, der dann der Preller-Skulptur Gesellschaft leisten soll. Ein jahrzehnt lang, bis 2010 erwirbt der Stadtmarketingverein Vision Fürth, der diese Aktion durchführt, jährlich eine neue Skulptur, bis der „Weg der Visionen vollendet ist. Auf diese Weise, so die Intention, erhält der Südstadtpark in unmittelbarer Nähe zu der entstehenden Modellsiedlung nach und nach eine ganz besondere Note.


(FN, 12.09.01)

Monster im Glück
Das stählerne Monster in der Schwabacher Straße bleibt den Fürthern auch in Zukunft erhalten, wenngleich an anderem Ort. Patrick Prellers Skulptur wurde zum schönsten Kunstwerk des Skulpturenweges gekürt, dessen zwölf Beiträge seit dem Vorjahres-Herbst die Innenstadt zieren. Die Initiative des Stadtmarketing-Vereins „Vision Fürth“ sah vor, per Stimmkarten jedermann und jede-frau über den Spitzenreiter abstimmen zu lassen. Knapp 500 Karten mit je drei Stimmen gingen bei der „Vision“ ein. Das Monster, Lieblingsmotiv des Nürnberger Akademie-Absolventen~ Preller, erhielt 1372 Stimmen. In Kürze soll es im künftigen Südstadtpark zu stehen kommen – als erstes jener Objekte, die die „Vision“ dort jährlich hinzuaddieren möchte. Ende dieser Woche wird der erste Skulpturenweg abgebaut. Der zweite mit abermals einem Dutzend Werken wird ab Oktober zu sehen sein. Die Prämierung der Gewinner-Skulptur findet am Freitag um 14 Uhr statt.
Foto: Günter B. Kögler


(Marktspiegel, 19.09.01)

Patrick Prellers Skulptur gefiel Fürthern am besten

Freude bei“Monstern“FÜRTH (web) – Freude bei Patrick Preller und seinen lustigen Monstern. Von den seit November letzten Jahres im Rahmen des Skulpturenweges aufgestellten zwölf Kunstwerken in der Fürther Innenstadt erhielt Prellers „Monster“ die Mehrheit der von Fürther Bürgern mehr als 1300 abgegebenen Stimmen.
Anfang November vergangenen Jahres wurde der erste vom Stadtmarketingverein Vision Fürth initiierte Skulpturenweg eröffnet. Zwölf Kunstwerke regional ansässiger Künstler wurden in einer „Open-Air-Galerie“ mitten in der Innenstadt aufgestellt und warben um die Gunst der Fürther Bürger, die bis Ende Juli Zeit hatten, sich ihre drei Favoriten auszusuchen.
Das freundliche Monster in der Fußgängerzone fand am Ende am meisten Gefallen knapp vor den von Walter Ibscher-Kunstwerken „Flötenspieler“ und „Mutter mit Kind“. Die Skulptur des 28-jährigen Fürther Künstlers wird nun von der Vision angekauft und als erstes Kunstwerk im Südstadtpark den „Weg der Visionen“ schmücken.
Schon im November soll der zweite Skulpturenweg durch die Fürther Innenstadt eröffnet werden, an dem sich Künstler der Region noch beteiligen können. Informationen hierzu gibt es bei der Vision Fürth (Tel.: 0911 / 979 4670)


(Plärer, 12/00)

Für den „Monsterkalender 2001“ ließ Patrick Preller seine stählernen Geschöpfe zwischen alpiner Idylle, Sakralkunst und Kühlschrank posieren. 26 verschiedene Motive umfasst der Miniatur-Kalender, der samt einem poppig bunten Monster-Schlüsselanhänger in einer Geschenkpackung zu haben ist. Bezugsquellen: Nürnberg: Buchhaus Campe, Mobilia-Shop im Neuen Museum, Herrenmode Lehmeier; Fürth: Ludwigs, Buchhandlung Jungkunz; Internet:
www.monsterproduction.de. In der plärrer-Verlosung sind 5 Monster-Präsentpäckchen zu gewinnen: Postkarte mit dem Stichwort „Monster“ an: plärrer, E. Zeitler, Singerstr. 26, 90443 Nürnberg, Einsendeschluss: 10.12.2000


(NZ, 29.04.99)

Die kleinste Galerie Frankens hat neun Quadratmeter und steht in Fürth
Kunst-Kiosk
Neue, ungewöhnliche Idee
„’ne Cola, einmal Gummibärchen und zwei von diesen Kunstwerken, bitte!“ Bei Patrick Preller kein Problem: In seinem Kiosk am Fürther Uhrenhäusle verkauft er neben Getränken und Süßigkeiten vor allem Skulpturen und Gemälde. Anfang April hat der Student der Nürnberger Kunstakademie seine ungewöhnliche Geschäftsidee in die Tat umgesetzt. „Es wird positiv angenommen. Die meisten Leute beurteilen die Idee als nett und lustig, manche finden die Preise blöd“, bilanziert Preller nach den ersten beiden Wochen und freut sich darüber, daß er „schon was verkauft hat“.

Gerade mal neun Quadratmeter mißt der Kiosk, der durch seine unkonventionelle Nutzung die wohl kleinste Galerie Frankens ist. „Mir ist beim Vorbeilaufen aufgefallen, daß er leersteht, da hab ich mich mit dem Besitzer in Verbindung gesetzt und den Raum für Mark gemietet“ erzählt Preller. Die Kiosk-Kunst muß für ihn zwei Voraussetzungen erfüllen: Sie soll erschwinglich und kleinformatig sein. Im Angebot sind Prellers Metall-Monster, Gummibrüste von Daniela Jüttner, Keramik von Antje Willer sowie Gemälde, Holzdöschen und bemalte Steine von Anke Hellmich. Die Preise für die Werke liegen zwischen 35 und 1200 Mark.
Die Auswahl der Künstler trifft Prel1er nach persönlichen Vorlieben. Monatlich will er die Ausstellung wechseln – konstant werden darin nur seine Metall-Monster sein. Ob er sich eher als Kunstvermittler oder als Künstler sieht? Eigentlich als keines von beiden, meint Preller. Galerist möchte er auf Dauer nichtsein, auch
besteht er nicht unbedingt darauf, daß das, was er herstellt, Kunst ist. Aber er sieht Marketing und Verkauf als Teil seiner Kreativität. „Und außerdem macht es Spaß“, so der gelernte Kunstschmied.
Direkte Vorbilder für seinen Kunst-Kiosk gibt es nicht. „In New York existiert eine ähnliche Sache, aber hier aus der Gegend kenne ich kein Beispiel“, sagt der Fürther, der im vierten Semester studiert. Für mindestens ein Jahr möchte er seinen Laden betreiben.
Zur nächsten Vernissage lädt Preller am Freitag, 7. Mai von 16 bis 20 Uhr. Dann werden er und Künstlerkollegin Anke Hellmich ihre Kreativität an Kiosk-Waren entladen. Alles, von der Bierflasche bis zur Cracker-Tüte, wollen die beiden bemalen und dann zum
Verkauf anbieten. ruf
Der Fürther Kunstkiosk in der
Erlanger Str. 37 ist freitags 16-19
Uhr, samstags 10-14 Uhr geöffnet.
Die nächste Vernissage ist am Freitag, 7. Mai, 10-16 Uhr.


(FN, 05.08.99)

Das freut Tante Helga
Für 9999-er Paare Der etwas andere Hochzeitstisch im Kunstkiosk
Es soll ja Mitmenschen geben, die sich die Frage der neugierigen Tanten wann >‚es“ denn endlich soweit sei, mit Cleverness vom Hals halten. „Wozu denn heiraten“, sagen sie. „Wir haben doch schon eine Fritöse.“ Das gibt mindestens 100 Bonuspunkte für Ironie und Schlagfertigkeit.
Zugleich wird damit klar, dass so ein Bund fürs Leben alle Beteiligten in tiefe Bekümmernis stürzen kann. Was, grübelt das Jubelpaar, lassen wir uns schenken? Was, grübelt die bucklige Verwandtschaft, schenken wir? Aus solcher Not haben ganze Industrie-Heerscharen eine Tugend gemacht. Also erfanden sie so schöne Dinge wie die Süssstofftablettenpinzette, das Fußmassagesprudelbecken und die Zitronenpresse im Tarantula-Design, die so funktioniert wie sie ausschaut. –
Und sie erfanden den Hochzeitstisch. Das ist etwas ganz Praktisches. Die beiden Zukünftigen erledigen dabei eine Art Großrazzia durchs Warenhaus-Wunderland, und danach türmen sich all die schönen Wünsche auf einem Tisch, der der Weltöffentlichkeit Kunde gibt vom exquisiten Geschmack des Brautpaars. Erspart lästige Wunschzettel und macht das
Schenken spielend leicht. Das freut das Paar, das freut Onkel Heinz Und Tante Helga, und Onkel Karstadt freut sich ganz besonders.
Da wird es Zeit, dass unter all den Services und Deckchen-Sets endlich auch einmal die Kunst hervorschaut. Patrick Preller, Fürther Spaßvogel unter den bildenden Künstlern, hat die zündende Idee:
„Hochzeitstisch ’99“ nennt sich eine Ausstellung, die am Freitag von 16 bis 21 Uhr Vernissage hat und die bis 18. September in Prellers Kunstkiosk am Uhrenhäusle in der Erlanger Straße läuft.
Alle Paare, die am 9.9.99 heiraten, können sich hier einen Geschenktisch voller Kunst zusammenstellen. Zur Auswahl stehen neben Prellers Monster-Variationen Bilder und Objekte von Daniela Jüttner und Anke Hellmich – beide aus Nürnberg – sowie der Berliner Künstler Lillian Mousli, Jim Avignon sowie Evelin, die auf Bestellung Hochzeitsporträts von Fotografien anfertigt. Sollten. also, irgendwann die Kinder sagen: „Wozu heiraten? Wir haben doch schon eine Stahlskulptur“, kann Preller den Sieg der Wa(h)re(n) Kunst verkünden. Kuriose Sache, dieses Hei
raten. MATTHIAS BOLL


(AZ, 210499)

Bier und Kunst vom KioskNürnberg
In den Kiosk darf nicht jeder. Rein darf zum Beispiel nicht, wer beim Kiosk Bier kaufen will. Wer Bier will, muß es draußen trinken. Rein darf aber, wer Kunst will. Denn die gibt’s im Kiosk auch, und das ist wohl einzigartig in Franken. Und in Fürth mit Sicherheit.
Der Kiosk, der jetzt ‚Kunstkiosk“ heißt, steht gegenüber vom Fürther Uhrenhäusle. Da, wo die .Espanstraße auf die Erlanger Straße stößt, und wo Patrick Preller jeden Tag vorbeifährt: „Ich kenne diesen Kiosk seit acht Jahren“, sagt der 26jährige Künstler. „Erst war’s ein richtiger Kiosk, dann ein Gemüseladen‘ dann ein Lebkuchenverkauf Und dann stand der Kiosk leer – und ich mußte ihn haben.“
Mitsamt Holzregalen, „Playboy“-Leuchtreklame und dem altertümlichen Schiebefenster, aus dem man‘ Bier rausverkaufen und Leute reinwinken kann. Weil ein Kiosk eben etwas Besonderes ist. ‚Als ich noch geraucht habe“, erzählt Preller, ‚habe ich meine Zigaretten immer im Laden gekauft oder am Kiosk. Das ist halt schöner: Man redet mit jemandem, und es lebt auch wieder jemand davon.“
Vom Kiosk leben will Preller allerdings nicht, obwohl er bei Kunst schon auch auf deren Verkäuflichkeit ein Auge hat. Anke Hellmichs Bilder etwa, die derzeit die großgekachelten Wände schmücken, sind zwar nicht alltäglich, aber durchaus mehrheitsfähig. Die Miete möchte halt bitteschön reinkommen, ansonsten besteht des Künstlers Kunst auch im Verkauf seiner recht bezahlbaren Blechmonster.
An zwei Tagen pro Woche will er aber im Kiosk sitzen und. Schokolade verkaufen, französische Limonade und die Kultbrause Afri-Cola. Drei bis vier Stunden auf neuneinhalb Quadratmetern, zwischen Ritz-Keksen und wechselnden Ausstellungen, während außen‘ eine Fürtherin‘ vorbeischlurft, Mitte sechzig, die Haare rotgefärbt in Form einer Papstmütze. Für manchen langweilig. Aber Preller sagt: „Ich find‘ das schön. Man guckt aus dem Fenster und außen geht das Leben
vorbei.“ Timur Vermes
o Der „Kunstkiosk am Uhrenhäusle“ öffnet freitags von 16-19 und samstags von 10-14 Uhr. Vernissage der jetzigen Ausstellung von Prellers Blechmonstern und Hellmichs Buntbildern am ‚. Mai, ’16-20 Uhr.


(FN, 09.04.99)

Im Kiosk am Uhrenhäusle ziehen die Monster ein

Patrick Preller eröffnet Kunstkiosk mit phantasievoll-witzigem Sortiment – Auch Werke von Anke Hellmich und Daniela Jüttner im AngebotLimo, Süßigkeiten, Flensburger Pils, das gibt’s – mit Variationen bei der Biermarke – an jedem Kiosk. Bei Patrick Preller gibt’s außerdem noch Monster, Bilder, Schmuckkästchen und Gummi-Körperteile in Anhänger-Größe. Am Samstag eröffnet der 26jährige, der an der er Akademie Stahlbildhauerei bei Tim Scott studiert, seinen „Kunstkiosk“ vis-à-vis des stadtbekannten Uhrenhäuschens an der Erlanger Straße. Ein Angebot für alle, die Kunst am liebsten witzig mögen.Die ungewöhnliche Idee, Kunst am Kiosk feilzubieten, kam Preller eher zufällig. Schon seit längerem auf der Suche nach einem etwas anderen Präsentationsraum fiel ihm vor wenigen Wochen der leerstehende Kiosk unweit seines Ateliers ins Auge, in dem auch schon einmal ein türkischer Gemüsehändler und ein Lebkuchen-Verkauf untergebracht waren. Lustige Unikate
Inzwischen hat Preller in dem neuneinhalb Quadratmeter kleinen Raum eine Kunstschau eingerichtet, die nicht nur wegen der größtenteils erschwinglichen Preise die Kauflust weckt. Seine mit dem Plasmaschneider handgefertigten Monster aus mattglänzenden Edelstahlplatten sind ebenso hübsche wie lustige Dekorationsstücke, manche beweglich, manche mit Glühbirne zum Leuchtobjekt erhoben, und jedes ein Unikat.
Daneben werden vor allem Werke der Nürnbergerin Anke Hellmich angeboten, denn Preller will sein Kiosksortiment nicht allein auf die eigene Kunst beschränken. Von Hellmich gibt es hier quadratische, mit Polsterstoff bespannte Wandtableaus, auf denen in kräftigen Farben Gesichter von Kobolden und Insekten gemalt sind. Die bunten Figuren sind auch auf vielfarbigen Drucken versammelt, und ihre aufwendig verzierten Schachteln aus Balsaholz eignen sich vor allem als phantasievolle Schmuckschatullen. Einen starken Hang zum Skurrilen offenbaren die kleinen Latexbrüste, aus denen Daniela Jüttner Kettenanhänger mit garantiertem Schmunzeleffekt geformt hat.
„Für ernstere Werke gibt es andere Ausstellungssorte, hier soll vor allem Platz für das sein, was erschwinglich, schön und lustig ist und mir gefällt“, erläutert Preller seine künstlerische Sortimentsauswahl. Das zusätzliche
Angebot an Limonaden und Süßigkeiten versteht er eher als Gag, doch will er mit dieser traditionellen Kiosk-Ware zugleich ein bißchen Nostalgie pflegen.
Denn Kioske findet Preller „klasse“, weshalb er das ursprüngliche Interieur auch zum Teil übernommen hat: das hübsch-häßliche braune Holzregal, der Verkaufstisch und die Lampe über dem Tresen mit den aufgemalten Playboy-Häschen stammen noch aus der
„Gründerzeit“ des Kiosk. Passend dazu soll das Getränke-Angebot um einstige Kultmarken, wie Afri-Cola und Bluna, erweitert werden.
Als Kunst- und Limo-Verkäufer tritt Preller erstmals am 10. April von 10 bis 16 Uhr in Aktion. Danach ist der Kunstkiosk immer freitags von 16 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Geplant sind demnächst auch wechselnde Ausstellungen.
REGINA URBAN

 

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